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 Profis der Firma "Brillux" machen Schüler fit für den Berufseinstieg

 „Unbedingt informieren“ vor einer Bewerbung - so lautet der erste Tipp von Markus Horstrup beim Bewerbungstraining für das Kaufmännische Berufskolleg II am Berufsschulzentrum Radolfzell. Berufseinsteiger müssen sich kundig machen über den Beruf, für den sie sich bewerben, und den Betrieb, in dem sie ihre Ausbildung beginnen wollen. Nur so kann man sich auch im Klaren werden, welcher Beruf/Ausbildungsplatz der richtige ist. Entsprechend kann auch die Bewerbung formuliert passgenau formuliert werden.

Im Rahmen der Bildungspartnerschaft des Berufsschulzentrums mit der Firma Brillux GmbH & Co. KG, referierte Raphael Hund (Singen) über das Berufsbild Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel und Markus Horstrup (Karlsruhe) informierte rund um die Bewerbung. Die Partnerschaften werden unterstützt u. a. von der Industrie und Handelskammer Hochrhein-Bodensee. der Handwerkskammer Konstanz, dem Regierungspräsidium-Freiburg sowie dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Baden-Württemberg. Sie sollen Schule und Wirtschaft über einen längeren Zeitraum stärker verzahnen. Aktuell - in einem Kooperationsvertrag ist dies festgehalten - planen die beiden Bildungspartner mehrere Aktivitäten mit dem Ziel, die Berufsorientierung von Schülerinnen und Schüler praxisgerecht zu gestalten. Der Partner aus der Wirtschaft stellt meist mehrere Bildungsmodule zur Auswahl.

Da der Umfang einer Bewerbung oft durch die Personalchefs bestimmt werde, so Horstrup weiter, sei die individuelle Gestaltung des Bewerbungsschreibens besonders wichtig. Man konkurriere ja immerhin mit vielen anderen im Bewerbungsmarathon und sollte sich von anderen mit eigenen Qualitäten abheben. Hobbies, spezielle Engagements in Schule und Freizeit wie auch Vorwissen können für eine nähere Auswahl entscheidend sein. Es gilt, aus der Masse herauszuragen. Vorsicht allerdings bei Lügen oder Aspekten, die man nicht erfüllen kann. Vor allem sollte man auch zu seinen Schwächen stehen. Hier ist es dann wichtig, Strategien parat zu haben, wie diese kompensiert werden können. Immer sollte die Authentizität des Bewerbers gegeben sein; nichts schlimmer als ein offensichtlich gespieltes Verhalten.

In immer häufiger verlangten Tests in digitaler oder Papierform werden Allgemeinwissen, Rechtschreibung, rechnen und Mathematik sowie logisches Denken nachgefragt.

Hat man es zum Vorstellungsgespräch geschafft, sind Äußeres, erster Eindruck sowie Pünktlichkeit und sicheres Auftreten immer noch die „Türöffner“ für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch.

Natürlich folgte der Theorie zur Berufsvorbereitung ein praktischer Teil. In Bewerbungsgesprächen wurden die Vorgaben angewendet und um wertvolle Tipps erweitert. Bleibt zu hoffen, dass die Schulabgänger des Berufskollegs II mit künftiger Fachhochschulreife und z. T. mit dem Ausbildungszertifikat Wirtschaftsassistent/in ihren Traumjob finden.

 

Von links nach rechts: Sandra Bambynek, Abteilungsleiterin Sibylle Höne, Schulleiter Norbert Opferkuch, Ans Bhatti, Kristina Tushi, Referent Markus Horstrup (Brillux), Adrinao Michienzi, Raphael Hund (Brillux)

 

 

Eindrücke vom Bewerbertraining 2016: